Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt – mit einfacher Gesundheitsprüfung Zugang sichern

BU Versicherung für Ärzte und Medizinstudenten mit einfachen Gesundheitsfragen

Mit diesem Artikel erhalten Sie abseits aller üblichen Finanztest Oberflächlichkeit (inzwischen erhalten da fast alle Anbieter die Bestnote) und Finanztip Affiliate-schnellstmöglich-maximal-Geld-verdienen-Wahnsinn (Artikel – Finanztip Kritik: Zweifel über angebliche Werbefreiheit) wertvolle Informationen, die Ihnen ganz besonders als Ärztin/Arzt sehr nützlich sein können. Die Aktion mit verkürzten Gesundheitsfragen im bts e.V. Rahmenvertrag mit Anbieter HDI (Tarif EGO Top) in der BU bedeuten in der Tat zwei verschiedene Aktionen, die im folgenden säuberlich auseinander gehalten werden. Insbesondere dann, wenn Unsicherheit hinsichtlich angabepflichtiger Vorerkrankungen herrscht (Variante 1) oder gar risikoerhebliche Vorerkrankungen (Variante 2) bestehen, kann der hier skizzierte Weg einen wesentlich einfacheren Zugang zur BU-Versicherung bieten. Es handelt sich um eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einfachen Gesundheitsfragen. Es geht ausdrücklich in solchen Aktionen nicht darum „todkranke“ oder schon heute in Ihrer Arbeitskraft schon ganz erheblich eingeschränkte Menschen zu versichern. Dafür gibt es keine private Versicherung, da dies weder seriös noch auch nur annähernd finanzierbar wäre.

Vorteile – Grundsätzliche Erleichterungen bei der Antragsstellung in beiden Varianten der BU-Versicherung mit vereinfachten Gesundheitsfragen

Bei normalen Anträgen auf BU-Versicherung wird nach einer Vielzahl Dingen gefragt, die für Ärzte und Medizinstudenten bei dieser Aktion wegfallen.

  • Nicht gefragt wird bei dieser BU Aktion Ärzte:
    • keine Angabe von Größe und Gewicht notwendig, somit ist ein aus Sicht der Versicherung zu hoher oder zu niedriger BMI (=Body Maß Index) ohne Relevanz
    • keine Frage zu gefahrenerheblichen Hobbys bzw. ob Sie in Ihrer Freizeit besonderen Gefahren ausgesetzt sind – z.B. Bergsport, Klettern, Tauchen, Pferdesport, Leistungssport, Wettkämpfe, Wettfahrten, Kampfsport, Motorsport, Flugsport – die dazu fast schon obligatorischen und langwierigen Fragebögen entfallen dann auch.
    • keine Frage zu besonderen Gefahren im Beruf – Umgang mit gefährlichen Stoffen, Umgang mit radioaktiven oder explosiven Stoffen, Aufenthalt in Krisengebieten, Waffenträger (ggf. Bundeswehr) oder Aufenthalte in Krisengebieten
    • keine Frage nach Auslandsaufenthalten von mehr als 3 Monaten Dauer innerhalb des nächsten Jahres – kann dazu führen, dass der Versicherungsschutz erst nach dem Auslandsaufenthalt in Kraft treten kann oder ein erhöhter Beitrag gezahlt werden muss.
    • es gibt keine (wie so oft übliche) Altersbeschränkung für den Abschluss der BU-Versicherung

  • Zwei allgemeine Fragen:

  1. Besteht bei Ihnen eine anerkannte Erwerbsminderung (MdE/GdS 1)), Behinderung (GdB 2)) oder Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit oder wurde eine solche in den letzten 2 Jahren beantragt?
  2. Übersteigt die zu versichernde Berufsunfähigkeitsrente (inkl. Bonusleistung aus der Gewinnbeteiligung) – einschließlich bereits bestehender oder beantragter Versicherungen für den Fall der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit – 80% bei Abschluss einer betrieblichen bzw. 60% bei Abschluss einer privaten Vorsorge Ihres zum Zeitpunkt der Antragstellung aktuellen jährlichen Bruttoeinkommens 3)?

Kennen Sie das schon? Was Sie als Ärztin/Arzt oder Medizinstudent/in normalerweise im BU-Antrag zu beantworten hätten:

oder

Im Normalfall sind stets umfangreiche Angaben zur Gesundheitshistorie zu machen und auch bei dieser BU Aktion mit vereinfachten Gesundheitsfragen sind Angaben zu machen – jedoch deutlich weniger. Im folgenden stelle ich Ihnen vor, welche Angaben zu machen sind. Es gibt dabei zwei Varianten, die jeweils Vor- und Nachteile in sich bergen.

Variante 1 – Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte und Medizinstudierende einfache Gesundheitsprüfung

Die Variante 1 der Berufsunfähigkeitsversicherung einfache Gesundheitsprüfung kennzeichnet sich v.a. durch den stark verkürzten Abfragezeitraum. Während normalerweise 5 oder 10 Jahre zurück gefragt wird, wird sich hier auf 3 Jahre beschränkt.

  1. Frage: Waren Sie in den letzten zwei Jahren länger als zwei Wochen durchgehend aus gesundheitlichen Gründen außer Stande, Ihre berufliche Tätigkeit auszuüben, oder üben Sie derzeit Ihre berufliche Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen eingeschränkt aus?
  2. Frage: Werden Sie derzeit oder wurden Sie in den letzten drei Jahren ärztlich beraten, untersucht oder behandelt im Zusammenhang mit:
  • einer Krebserkrankung
  • einer Erkrankung des Herzens oder des Kreislaufs
  • Diabetes
  • einer chronischen Erkrankung der Atemwege, Haut, Leber, Nieren, Verdauungsorgane (z. B. Asthma, erhöhte Leberwerte, Blut im Urin, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa)
  • einer psychischen Erkrankung (z. B. Angstzustände, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, Erschöpfungszustände)
  • Suchterkrankungen (auch Medikamente oder Alkohol)
  • einer Erkrankung des Gehirns oder des Nervensystems (z. B. Anfallsleiden, Schlaganfall, Multiple Sklerose, Migräne)
  • einer Erkrankung des Rückens oder Bewegungsapparates (z. B. Bandscheibenvorfall, Arthrosen, Rheuma, Fibromyalgie) einer HIV-Infektion

Vorsorgeuntersuchungen ohne krankhaften Befund müssen Sie nicht angeben.

In Variante 1 versichern Sie sich ab Versicherungsbeginn mit uneingeschränkten Leistungen in einem BU-Toptarif.  Versicherbar sind bis zu 2.000 Euro BU-Rente. Die Berufsunfähigkeitsrente kann durch Einschluss einer Beitragsdynamik (jährlich bis 5% in der selbständigen BU-Versicherung) noch jährlich erhöht werden. Die Nachversicherungerungsgrarantien (Schutz / BU-Rente kann zu bestimmten Ereignissen erhöht werden, auch Erhöhungsoptionen genannt – z.B. Geburt eines Kindes, Heirat, erfolgreicher Abschluss des Studiums, Aufnahme selbständige Tätigkeit, Steigerung des Bruttoeinkommens, Immobilienfinanzierung, Scheidung, usw. ).

Fazit:

Es sind deutlich weniger Angaben zu machen als normalerweise üblich bei einem Antrag auf Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte. Dabei können Sie auf einen umfangreichen Versicherungsschutz zurückgreifen. Es gibt also keine ungewöhnlichen Einschränkungen auf eine nur niedrige versicherbare BU-Rente, auf das Endalter des Schutzes (67 möglich und auch zumeist empfehlenswert) oder hinsichtlich der späteren Erhöhungsmöglichkeiten und der oft sehr wichtigen Beitragsdynamik. Es werden die ganz normalen, sehr guten BU-Versicherungsbedingungen vom HDI verwendet und nicht etwa irgendwelche abgespeckten Tarifvariationen. Insofern eine interessante Variante für alle Ärzte für die eine reduzierte Gesundheitsprüfung in Frage kommt jedoch möglicherweise auch interessant für diejenigen, die Ihren Aufwand in Bezug auf die Aufarbeitung der Gesundheitshistorie begrenzen wollen oder müssen.

Der Anbieter HDI und der Tarif für die Ärzte BU werden im Artikel „HDI – eine sehr gute Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte und Medizinstudenten?“ umfangreich beleuchtet.

Variante 2 – Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt fast ohne Gesundheitsfragen, aber mit Wartezeit

Bei Variante 2 – Berufsunfähigkeitsversicherung fast ohne Gesundheitsfragen – wird lediglich gefragt:

  • Waren Sie in den letzten zwei Jahren länger als vier Wochen durchgehend aus gesundheitlichen Gründen außer Stande, Ihre berufliche Tätigkeit auszuüben, oder üben Sie derzeit Ihre berufliche Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen eingeschränkt aus?

Diese Frage können sehr, sehr viele Menschen mit nein beantworten. Insofern kommen sehr viele Personen (solange Beruf oder aktuelles Studium passen) für diese Variante in Frage.

Die Nachteile bei Variante 2

Auflistung gemäß Antrag
  • Es können maximal 1000 Euro Berufsunfähigkeitsrente versichert werden.
  • Eingeschränkte Leistungen in den ersten fünf Versicherungsjahren:
    Sofern die Berufsunfähigkeit nicht bedingungsgemäß wegen Unfall
    oder Infektionsgefahr eintritt, wird nur eine einmalige Leistung1) in
    Höhe einer sechsfachen monatlichen Berufsunfähigkeitsrente fällig
    und der Versicherungsschutz bei Berufsunfähigkeit erlischt. Mit anderen Worten, es gibt 5 Jahre Wartezeit. Der vollwertige Schutz beginnt also nach dem 60. Monat des Vertrages. Bei oft über 30 Jahren Laufzeit und in Kenntnis der Tatsache, dass die meisten Berufsunfähigkeiten nach dem 50. Lebensjahr auftreten, relativiert sich dies vielleicht auch wieder ein gutes Stück weit.
  • Zusatzbaustein Leistungen wegen Krankschreibung nicht wählbar. Das dies nicht einschließbar ist, halten wir für verkraftbar.
  • Nachversicherungsgarantie und vorläufiger Versicherungsschutz
    nicht enthalten. Nachversicherungsgarantien werden auch als Erhöhungsoptionen ohne erneute Gesundheitsprüfung bezeichnet. Sie sind wichtig und sind als Bestandteil empfehlenswert. Es gibt jedoch auch hier wieder einmal Kehrseiten bei näherer Betrachtung, so dass die Bedeutung gelegentlich deutlich überschätzt wird.
  • Garantierte Rentensteigerung ist nicht einschließbar. Empfehlenswert ist der Einschluss einer solchen Option im Normalfall immer dann, wenn Sie eigentlich mehr versichern wollen oder müssen, aber es nicht können. Andernfalls ist diese Option zumeist Geldverschwendung.
  • Beitragsdynamik nur bis zu 3% einschließbar. Eine Beitragsdynamik sollte jede BU-Versicherung haben. Motto hier: Lieber höher oder auch eigentlich zu hoch als vielleicht später unterversichert, weil das Einkommen ggf. stärker steigt als die versicherte BU-Rente und sich somit eine zusätzliche Lücke auftut.

Fazit:

Zusammenfassend zu Variante 2 der vereinfachten Gesundheitsprüfung für die hier vorgestellte Ärzte BU kann gesagt werden, dass es sich um eine Möglichkeit für Interessenten mit relativ erheblichen Vorerkrankung. Es ist also für alljene interessant, die sonst kaum eine Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten können. Andernfalls könnte man die Einschränkung kaum akzeptieren. Wichtig ist es freilich auch festzustellen, dass 1.000 Euro BU-Rente für eine/n Ärztin/Arzt immer nur ein Baustein sein können für einen selbständigen privaten BU-Schutz. Andererseits ist auch bei Variante 2 ein sehr gutes BU-Bedingungswerk hinterlegt, dass höchsten Ansprüchen genügt.

Wer kann mitmachen bei der Aktion für Ärzte mit vereinfachter Gesundheitsprüfung:

  • Doktorranden und Absolventen der Fachrichtungen (alles nach Student der Humanmedizin / Medizinstudent alphabetisch sortiert)
    • Humanmedizin, daneben noch weitere Studienfächer
    • Biochemie
    • Biomedizin
    • Biotechnologie
    • Biowissenschaften
    • Chemieingenieurwissenschaften
    • Chemische Ökologie
    • Chemiewissenschaften
    • Industriebiologie
    • Mikrobiologie
    • Molekulare Medizin
    • Pharmazie
    • Umweltbiologie
    • Verfahrenstechnik (Schwerpunkt Biologie)
    • Zahnmedizin
  • Personen mit akademischen Abschluss der Medizinischen Fakultät (=erfolgreicher Abschluss des Dritten Teils der Ärztlichen Prüfung) und in den anderen obig genannten Fachrichtungen. Gemeint sind also:
    • ehemalige Studierende und Promovierende
    • Lehrende
    • Angestellte von Forschungsinstituten und Forschungsunternehmen
    • sonstige natürliche Personen aus benanntem Kreis
  • Dem folgend also eine Aktion mit vereinfachter Gesundheitsprüfung für Ärzte aller Fachrichtungen und Stati: Assistenzarzt/-ärztin, Fachärzte, Oberärzte mit und ohne Leitungsfunktion, Chefärzte sowie niedergelassene Ärzte.
  • Ehepartner, eingetragene Lebenspartner bzw. in häuslicher, eheähnlicher Gemeinschaft lebende nichteheliche Lebensgefährten und unterhaltspflichtige Kinder der obig benannten Personenkreise.
  • Zusammengefasst: Personenkreise für vereinfachte Gesundheitsfragen
  • Zahnärzte und Apotheker haben ebenfalls Zugang zur Aktion.

Voraussetzung für den Zugang ist eine Mitgliedschaft in der biotechnologischen Studenteninitiative e.V. (bts e.V., 25,-/Jahr) oder Alumni der bts e.V. (einmalig 40,-/Jahr).

Mitgliedsantrag_Studenten_Doktoranden

Mitgliedsantrag-btS-Alumni

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt – Bietet der HDI eine gute Lösung?

Was natürlich nicht ausbleiben darf in der Betrachtung ist ein Blick auf die Versicherungsbedingungen des Anbieters mit vereinfachten Gesundheitsfragen und auf den Versicherer selbst. Hierbei ist es stets wichtig, die Versicherungsbedingungen vorrangig zu betrachten, denn das ist und bleibt die feste Größe Ihres Versicherungsvertrages zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

Sehen Sie auf HDI – eine sehr gute Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte und Medizinstudenten? wie es um die Qualität steht. Es handelt sich um eine Ausschnittsbetrachtung auch und gerade in Bezug auf das, was insbesondere für Ärzte im Verlauf wichtig werden kann. Es wird Bezug genommen auf den Tarif EGO Top (01.2017). Andere Tarife, die über die Aktion mit vereinfachten Gesundheitsfragen auch möglich sind: EGO Young (BU mit reduziertem Anfangsbeitrag) und die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ). Diese beiden Tarife sind eher selten Gegenstand einer aus Kundensicht sinnvoll gestalteten Beratung.

Arztbesuch vergessen? BU-Schutz weg?

Es ist offen gestanden müssig und oft einfach unnötiger Aufwand, sich mit „hätte, wäre, wenn und aber“ zu beschäftigen. Auch der Autor dieses Artikels ist kein Volljurist mit Zusatzausbildung Versicherungsrecht im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung. Insofern soll es hier ausschließlich darum gehen, wie Sie als Ärztin/Arzt zu einer möglichst sicheren und passenden Berufsunfähigkeitsversicherung kommen.

Definitiv haben einfache Gesundheitsfragen in der BU Versicherung einen ganz praktischen Vorteil: Sie beseitigen einen Großteil an Zweifeln, weil die Klarstellung schon im Konzept selbst perfekt angelegt ist. Der große Vorteil – wenn die BU Aktion sauber gestaltet ist – besteht eben gerade in der Limitierung der angabepflichtigen Vorerkrankungen. Was eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einfacher Gesundheitsprüfung nicht gewährleisten kann und darf, ist die Aufnahme von Interessenten mit ganz erheblichen Vorerkrankungen, die schon fast zwangsläufig einen BU-Leistungsfall ergeben. Der Service von Mein Vorsorgemanagement im BU-Leistungsfall wird bereits auf dieser Website beschrieben und unter Vorsicht vor BU Versicherung mit vereinfachten Gesundheitsfragen bekommen Sie einen Eindruck darüber, dass es ohne zuverlässigen und kompetenten BU-Berater auch gehörig schief gehen kann. Es gibt eine ganze Reihe von Vorerkrankungen, die nur scheinbar über einen Aktionsantrag zur BU-Versicherung mit vereinfachten Gesundheitsfragen versicherbar sind.

Expertentipp: Einfache Gesundheitsfragen suggerieren leider allzu oft, dass man damit leicht und völlig unkompliziert gegen Berufsunfähigkeit zu versichern ist. Vorsicht! Informieren Sie sich vorab anerkannten BU Spezialisten, die nachweislich sehr sauber arbeiten. Bei aller Bescheidenheit, ich nehme das für mich in Anspruch. Es gibt auch einige sehr gute Kollegen, die das in diesen Artikeln dokumentieren:  Torsten Breitag – trockene Sachlichkeit gegen unhaltbare Mythen in der BU und Finanzberatung Bierl – beste Aufbereitung für Aktionen mit vereinfachter Gesundheitsprüfung.

Wenn es Ihnen sympathisch ist, sich in oder aus Freiburg beraten zu lassen, kommen Sie gerne auf uns zu. Eine BU-Beratung ist und bleibt Pflicht, um gefährliche Fußfesseln und Stolperfallen sinnvoll zu umgehen. Eine BU Aktion für Ärzte mit einfachen Gesundheitsfragen ist kein Freifahrtsschein. Genauso werden neue Medikamente trotzdem nicht, ob ihrer nachgewiesenen Wirksamkeit bei bestimmten Diagnosen, neuerdings an der Supermarktkasse oder am Schalter Ihrer Postfiliale verschrieben und verkauft.

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!Wichtig! Es geht ausdrücklich nicht darum, Personen zu versichern, die schon heute nur eingeschränkt arbeitsfähig sind, in den letzten Jahren längerfristig waren oder bei denen absehbar ist, dass innerhalb des Erwerbslebens mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Berufsunfähigkeit auftritt. Lassen Sie sich also nicht verleiten, vorschnell eine BU-Versicherung abzuschließen, weil es zunächst den Anschein macht, dass fast schon jede Vorerkrankung versicherbar ist. Dem ist nicht so. 4 Dinge helfen:

  • Fragen sehr genau – Wort für Wort – lesen oder einen Versicherungsmakler dafür haben, der das geschenkte Vertrauen rechtfertigt.
  • Wenn etwas nicht verstanden haben, nicht zu eigenen Gunsten oder am besten gar nicht auslegen. Sie sind hochintelligent, aber kein Jurist. Und selbst unter Volljuristen wissen die allermeisten nicht Bescheid.
  • Sich darüber im Klaren sein, dass zwischen Ihnen und der Versicherung eine sogenannte Informationsasymmetrie herrscht, die in Artikeln wie diesem hier nach Angleichung suchen.
  • Sie dürfen der Versicherung selbstverständlich nicht einfach vorsätzlich Informationen vorenthalten, von denen Sie wissen oder vermuten konnten, dass die Anbieterseite den Vertrag (so) nicht geschlossen hätte.

Expertentipp: Vor den Auswirkungen juristischer Haarspalterei schützt Sie eine gute Beratung. Schätzen Sie für sich ab, ob Ihnen eine Beratung ausreicht, die in epischer Breite die Vorteile der eigenen Lösung präsentiert. Wäre es nicht natürlich, dass es neben dem zu zahlenden Preis eine Kehrseite der Medaille gibt? Wie verhalten Sie sich dazu, wenn der/die Ansprechpartner/in diese Seite, geschweige denn die möglichen Auswirkungen auf Sie, zurückhält?

Wo ist der Haken bei der Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte mit vereinfachten Gesundheitsfragen?

Diese Frage ist nach Vorstellung dieses und ähnlicher Konzepte ein wirklicher Klassiker. Natürlich werde ich regelmäßig gefragt, wo denn der Haken sei bei den vereinfachten Gesundheitsfragen in der BU? Ja, es gibt Haken. Auch hier. Diesen Artikel hier habe ich seit erscheinen mehrfach aktualisiert. Unter anderem weil ich Anfragen von BU-Interessenten bekam, die leider nicht zur versicherbaren Gruppe gehören.

Haken Nummer 1 ist also, dass bei weitem nicht jeder versicherbar ist in diesem Konzept. Vom Beruf und vom Alter her dürfte die in Frage kommende Zielgruppe kleiner als 300.000 sein. Um mal eines Relation aufzubauen, wir hatten in Deutschland im März 2018 deutlich über 44 Millionen Erwerbstätige (Quelle: Statista). Was ein Nachteil für die einen ist, kann Vorteil für die anderen sein. Aus Kundensicht sind Angebote mit vereinfachten Gesundheitsfragen nämlich gerade dann sinnvoll, wenn ausschließlich ein festgelegter Personenkreis versicherbar ist, aber natürlich nur dann wenn man auch selbst dazu gehört.

Haken Nummer 2 ist, dass Sie für die Teilnahme am Rahmenvertrag mit vereinfachten Gesundheitsfragen Mitglied im bts e.V. werden müssen, wofür Sie einen einmaligen Beitrag zahlen müssen. Es handelt sich jedoch um einen Verein mit sehr ehrenwerten Zielen.

Haken Nummer 3 ist, dass Sie nicht mehrere, sondern nur diesen einen Anbieter (HDI) im Rahmenvertrag haben. Die Erarbeitung solcher Rahmenverträge ist kein Selbstläufer, sondern im Gegenteil mit unheimlich viel Arbeit verbunden. Denn bevor Sie eine Versicherung davon überzeugen, einen solchen Weg mitzugehen braucht es enorm viele, sehr gute Argument. Es wäre daher gewiss schon fast gänzlich unmöglich, bei ein und der selben Aktion noch weitere Anbieter einzubringen, denn Anbieter A ist immer auch Konkurrent von Anbieter B. Insofern sind 2 Anbieter innerhalb einer solchen Vereinbarung eher unwahrscheinlich. Der Anbieter HDI bietet aber aktuell und auch traditionell durchaus sehr gute Bedingungen an. Details zum Anbieter finden Sie hier: HDI – eine sehr gute Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte und Medizinstudenten?

Haken Nummer 4: Der Anbieter kann das Angebot jederzeit zurückziehen. So gesehen Mitte 2018, als ein sehr ähnlicher Rahmenvertrag von einer Woche auf die nächste deutlich eingeschränkt und damit geändert wurde. Das kann vor allem immer dann passieren, wenn eine Aktion besonders erfolgreich oder erfolglos im Vertrieb ist. Warum werden „zu erfolgreiche“ Aktionen eingedampft oder eingestellt? Ein Anbieter kann immer nur eine bestimmte Anzahl von Verträgen „verkraften“, die auf die ein und die selbe Weise und die gleich Kundengruppe zustande kommen. Ein sogenanntes Kumulrisiko (Definition Kumulrisiko Gabler Wirtschaftslexikon) muss vermieden werden, damit die Versicherung als ganzes auch bei sehr außergewöhnlichen Fällen (Bsp. für diese Aktion wäre: tausende Ärzte erleiden erhebliche gesundheitliche Schäden durch eine Epedemie oder z.B. bei Klinikangestellten vermehrt auftretende Infektionen) nicht in eine Schieflage geraten kann. Wichtig für Sie: Wenn Sie den Vertrag einmal haben, kann Ihnen dieser nicht wieder genommen werden – auch wenn die Aktion für neue Kunden dann nicht gegebenenfalls nicht mehr verfügbar ist.

Haken Nummer 5 ist der eingeschränkte Versicherungsschutz, der bei obig beschriebener Variante 2 wirkt. Wohlgemerkt, auch Variante 2 kann für einige Interessenten genau die richtige sein, aber bspw. die 5-jährige Wartezeit ist halt zunächst einmal eine Einschränkung. Wenn Sie können, wählen Sie auf jeden Fall Variante 1.

Die wichtigsten Kehrseiten, die nun einmal jede einzelne Entscheidung mit sich bringt, habe ich Ihnen hiermit beschrieben. Vermutlich finden sich auch noch Haken Nummer 6, 7, 8, 9, 10, aber sie sind entweder vernachlässigbar oder tauchen bei den allermeisten BU-Angeboten ohnehin auf.

Die beschriebenen Punkte sind nach meiner Überzeugung verkraftbar, insbesondere wenn Sie als BU-Interessierte/r Ihr Ziel dadurch deutlich einfacher erreichen können. Trotzdem möchte ich meiner Philosophie gerecht werden und Ihnen zu den Vorteilen einer Handlungsalternative immer auch Nachteil präsentieren, damit Sie eine möglichst gute Entscheidungsgrundlage vorfinden.

Worauf noch zu achten ist:

  • Historie des Versicherers – sowohl bezüglich Aktionen mit einfachen Gesundheitsfragen, aber auch bezüglich etwaiger Beitragsanpassungen. Es geht dabei um die Erhöhung des Zahlbeitrages in der Vergangenheit und Indizien dafür, dass ein Anbieter mit hoher Wahrscheinlichkeit zukünftig den Beitrag auf Grund heutiger Angebote erhöhen muss (sog. Lockangebote).
  • BU-Kompetenz des Anbieters – dazu gehört auch eine entsprechende Risikoprüfung bei der Verarbeitung von BU-Anträgen sowie manuelle Entscheidungen pro individuellen Fall anstelle teilweise widersinniger Ergebnisse einer rein elektronischen Risikoprüfung. An der Stelle sind die Anbieter technisch in Wirklichkeit noch nicht soweit, nutzen es aber zum Teil schon extensiv und ersetzen an sich sehr wichtiges medizinisch geschultes Fachpersonal. Aus Kundensicht kann das verhängnisvoll sein.
  • Solidität des Versicherers

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