Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt

Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte

Wie sind die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte? Was sind die Ursachen von Berufsunfähigkeit bei Ärzten und somit die Antwort auf die Frage: Braucht man sowas überhaupt? Andererseits, kann man als Arzt auf Grund des eigenen Berufsalltags schwerlich übersehen, dass es Menschen treffen kann und auch Kollegen nicht durchgehend verschont bleiben. Lassen Sie uns einen genauen Blick auf die BU-Versicherung werfen.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt vor finanziellen Problemen, falls der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. So lautet die allgemeine Definition dieser Versicherung. Grundsätzlich kann Berufsunfähigkeit jeden Berufstätigen und Selbstständigen betreffen, und damit auch natürlich Ärzte, denn auch sie sind nicht vor Krankheiten gefeit. Die BU Versicherung für Ärzte ist daher enorm wichtig und von großer Bedeutung.

Im Artikel Versicherungsmakler Arzt – Wo Sie als Arzt/Ärztin einen Profi brauchen wurde schon ausgeführt, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt eines der Themen ist, bei denen eine gesonderte Beratung durch einen Spezialisten für Ärzte sinnvoll ist. Hier erfahren Sie detailliert, warum dies so sein kann.

„Ich werde doch eh nicht berufsunfähig“ – die häufigsten Gründe für eine Berufsunfähigkeit

Beschriftung: Gründe für Berufsunfähigkeit Gesamtbevölkerung

Nur in den wenigsten Fällen ist ein Unfall der Verursacher einer Berufsunfähigkeit bei Ärzten. Lediglich fünf Prozent aller erwerbsunfähigen Ärzte erlitten einen derart schweren Unfall, dass sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Erkrankungen kommen weit häufiger vor: An erster Stelle liegen psychische Erkrankungen (rund 30 Prozent), danach folgen Krebs (29 Prozent), Erkrankungen des Bewegungsapparates (12,0 Prozent), Kreislauferkrankungen (11,0 Prozent) sowie sonstige Krankheiten mit ebenfalls 12,0 Prozent.

Reicht denn die Rente für Berufsunfähigkeit aus dem ärztlichen Versorgungswerk nicht aus?

Leider decken die Leistungen der ärztlichen Versorgungswerke nicht alle Risiken und schon gar nicht vollständig ab. Das jeweils zuständige ärztliche Versorgungswerk ist die verpflichtende gesetzliche Rentenversicherung für Ärzte und für die Versorgung seiner Mitglieder (zumeist neben Ärzten auch Zahnärzte, Apotheker und Tierärzte) zuständig. Lesen Sie gerne auch eine einführende Information der Baden-Württembergischen Versorgungsanstalt für Ärzte (VA Tübingen). Die Hauptaufgabe der ärztlichen Versorgungswerke ist die Auszahlung von Altersrenten sowie Renten an Hinterbliebene im Todesfall (Witwen- und Waisenrenten). Leistungen aus dem Versorgungswerk im BU-Fall sind eine sehr seltene Ausnahme. 

In den Versorgungsbriefen der VA Tübingen (hier zu finden und bei Klick auf das Diagramm zu Versorgungsempfängern) wird dies sehr klar dokumentiert. So waren im Berichtsjahr 2017 ganze 2,4% aller Versorgungsempfänger berufunfähig. Das entspricht ziemlich exakt der Anzahl der Versorgungsempfänger mit Waisenrente. Demnach gibt es also eine Entsprechung in der Anzahl zu (vorzeitig) verstorbenen Ärzten bzw. deren Kindern im Alter bis 25 Jahren. Wittwen- und Wittwer-Renten gibt es im übrigen 7,5 mal so viele im Vergleich zu Empfängern von Berufsunfähigkeitsrente aus dem ärztlichen Versorgungswerk in Baden-Württemberg.

Nur 2,4% erhalten Rente für Berufunfähigkeit Quelle: Versorgungsbrief Juni 2018 der VA Tübingen, https://www.bwva.de/profil/versorgungsbrief.html

Neben dem genannten Faktum, dass die berufsständische Versorgung nur sehr selten greift, gibt es noch ein weiteres großes Problem: Die Höhe der BU-Rente ist in den meisten Fällen nicht ausreichend, um den bisher gewohnten Lebensstandard zu halten. Oft ist sogar die Existenz ernsthaft bedroht. Der Grund: Versorgungswerkmitglieder sind zwar prinzipiell über die Versorgungsanstalten gegen eine vollständige Berufsunfähigkeit abgesichert, um die BU-Rente jedoch auf Dauer aus dem Versorgungswerk zu erhalten, muss die berufliche Tätigkeit in der Regel komplett eingestellt werden. Wie hoch die Netto-Berufsunfähigkeitsrente sein wird, wurde in Wie viel wird von der BU-Rente noch abgezogen? (Lesedauer: ca. 4 Minuten) bereits thematisiert. Die Abzüge entsprechen denen, die es auch gibt bei einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung in der Kombination mit einer Rürup-Rentenversicherung, was in der Produktvariante den wohl größten Nachteil darstellt.

Verletzt sich also beispielsweise ein Chirurg an der Hand, so dass er keine Operationen mehr durchführen kann, theoretisch aber zumindest eingeschränkt in einer Praxis für Allgemeinmedizin arbeiten könnte, würde das Versorgungswerk keine Unterstützung leisten, da keine hundertprozentige Berufsunfähigkeit feststellbar ist. Für die Ablehnung der BU-Rentenleistung reicht die theoretische Möglichkeit, dass noch einer anderen ärztliche Tätigkeit nachgegangen werden kann.  Nicht selten müssen der Ärzte sogar die Approbation abgeben bevor die BU-Rente von dem Versorgungswerk bezahlt wird. Hintergrund ist die geforderte Berufsaufgabe, die durch Rückgabe der Approbation der Versorgungsanstalt glaubwürdig gemacht wird. Die VA Tübingen schreibt hierzu in Ihrer Satzung:

„Ruhegeld bei Berufsunfähigkeit erhält auf Antrag ein Teilnehmer, der
a) voraussichtlich dauernd berufsunfähig ist und die Ausübung des
Berufes aufgibt;“

Daher ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte ist daher unverzichtbar und wird früher oder später von den allermeisten Ärzten auch versucht abzuschließen. Früher ist dabei bekanntlich besser (Kosten niedriger, Gesundheit und somit die anzugebenden Vorerkrankungen normalerweise günstiger). Es gibt Fälle in denen der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nicht (mehr) möglich ist.

Die niedrige Anzahl der nach Regeln des  Versorgungswerks berufsunfähigen Ärzten gründet sich zusätzlich in den zahlreichen weiteren äußerst ungünstigen Zugangsvoraussetzungen zur Berufsunfähigkeitsrente – z.B. vollständige Berufsaufgabe, umfangreiche Verweisungsmöglichkeiten auf viele andere Tätigkeitsfelder, Gutachter der Versorgungsanstalt verpflichtet, Leistungen frühestens im Monat nach Antragstellung, Anordnungsklausel hinsichtlich Heilbehandlungen inklusive Eingriffe mit nicht unerheblichen Risiko (Operationen) und Qualifizierungsmaßnahmen. Derartig ungünstige Regelungen im angenommenen Worst-Case-Szenarion finden Sie bei guten BU-Versicherungen für Ärzte selbstverständlich nicht.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte: Auf was muss geachtet werden?

Wie hoch sollte die BU-Rente sein?

Die Höhe der BU-Rente sollte sich ganz an Ihren individuellen Bedarf als Ärztin/Arzt orientieren. Dazu ist es praktisch das Szenario durchzugehen, was im Falle einer Berufsunfähigkeit an Einkommen und eventuell auch Nebenleistungen des Arbeitgebers (von denen man Jahre lang im Grunde nichts gespürt hat – Stichwort: Arbeitgeberbrutto) wegfällt. Genau das wurde bereits umfänglich in Wie viel wird von der BU-Rente noch abgezogen? – Steuern, Krankenversicherungen, Rentenbeiträge thematisiert.

Ideenreichtum bei Versicherungen für Ärzte

Bereits im Blog-Artikel Medizinstudenten und junge Ärzte bei der Frage warum sie bei Finanzvertrieben so beliebt sind (Lesedauer: ca. 11 Minuten) werden die Hintergründe durchaus auch mal vertriebs- und versicherungskritisch beleuchtet. Wenn jedoch wichtige Dinge sehr richtig angenommen werden anstatt reinen Versicherungsverkäufern auf den Leim zu gehen, haben insbesondere Ärztinnen und Ärzte sehr gute Chancen auf eine bestmögliche und preiswerte Absicherung.

Die Versicherungsunternehmen bieten zahlreiche unterschiedliche Variationen an, so dass sich Ärzte direkt nach Aufarbeitung der Gesundheitshistorie (unbedingt die vorvertraglichen Anzeigepflichten gemäß §19 VVG (Link-Lesedauer: ca. 1 Minute) beachten!) zunächst einmal einen Überblick verschafften sollten oder sich an einen vertrauenswürdigen und auf dem Gebiet kompetenten freien Versicherungsmakler. Wenn für Sie eine persönliche Betreuung in Freiburg oder Online-Beratung nicht in Frage kommen, können wir Ihnen Kollegen in anderen Städten empfehlen.

Für nahezu jedes medizinische Feld (egal welche Fachrichtung) finden sich optimal auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnittene BU-Versicherungen – oft erfolgt noch eine Trennung danach ob operative Tätigkeit im jeweiligen Arztberuf vorkommt und wenn ja, wie hoch der Anteil der operativen ärztlichen Tätigkeit ist. Ein großer Vorteil ist, dass die Rente aus einer privaten BU Versicherung für Ärzte schon ab einem BU-Grad von 50 Prozent und einem Prognosezeitraum von 6 Monaten greift. Wird die Berufsunfähigkeit erst nach 6 Monaten festgestellt, so wird rückwirkend ab Beginn geleistet.

Was ist versichert?

Ein weiterer großer Vorteil bei vielen Versicherungen ist zudem die Möglichkeit, sich ausschließlich mit der zuletzt ausgeübten Tätigkeit versichern zu lassen. Dabei ist es entgegen anderer falscher Behauptungen gleich, ob in den Versicherungsbedingungen zur Berufsunfähigkeit steht „zuletzt ausgeübten beruflichen Tätigkeit als Arzt“ wie bei DÄV – Deutsche Ärzteversicherung – Bedingungen Selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung 2017  oder der „zuletzt ausgeübte Beruf“ versichert ist wie bei Alte Leipziger Versicherungsbedingungen Selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung SBU BV10 12017. Die Unterscheidung „als Arzt“ entpuppt sich bei genauerem Hinsehen wie auch in der Leistungsfallpraxis als reiner Marketing-Gag, wie leider vieles im Zusammenhang mit Versicherungen und Vertrieben.

Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Arzt

Nachdem dargelegt wurde, dass der zuletzt ausgeübte Beruf der zuletzt ausgeübten beruflichen Tätigkeit als Arzt entspricht, braucht auch kein Arzt mehr Zweifel haben, ob er z.B. wirklich auch als Facharzt in seiner Fachrichtung versichert ist. Ein Chirurg hat den zuletzt ausgeübten Beruf Chirurg, ein Allgemeinmediziner ist auch in der Versicherung Allgemeinmediziner. Das gilt selbstverständlich auch dann, wenn die/der Ärztin/Arzt die Versicherung in jungen Jahren als Assistenzärztin/Assistenzarzt oder noch früher als Medizinstudierende abgeschlossen hat. Anders lautende Behauptungen dürfen als Nebelkerzen zum platzieren bestimmter Verträge gelten.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist bekanntermaßen schon per Definition eine sogenannte Statusabsicherung. Es gibt also bei weitem nicht nur den Verzicht auf abstrakte Verweisung, der Versicherer darf auch dann die Leistung der BU-Rente nicht verwehren, wenn Sie als Ärztin/Arzt einer anderen Tätigkeit nachgehen, die nicht Ihrer vorherigen Lebensstellung entspricht.

Beim Begriff Lebensstellung geht es um das Einkommen (Reduktion auf 80% oder weniger des vorherigen Bruttoeinkommens), soziale Wertschätzung und die notwendige vorausgegangene Ausbildung des zuletzt ausgeübten Berufs.

Es ist bei der Wahl der passenden selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung also darauf zu achten, dass Sie geschützt sind für den Fall, nicht mehr im eigenen Fachbereich praktizieren zu können. Das Gegenteil davon wäre es, wenn jede andere medizinische Tätigkeit angenommen werden müsste, die zur Verfügung steht. Wurde jedoch eine BU mit entsprechender Klausel abgeschlossen, muss nicht der Beruf gewechselt werden und der Arzt kann in seinem Fachgebiet bleiben. Gut zu wissen: Eine BU Versicherung greift auch dann, wenn die/der Ärztin/Arzt international tätig ist und diese Tätigkeit im Ausland aus bestimmten Gründen nicht mehr ausführen kann. Diese sogenannte Auslandsklausel sollte im Versicherungsvertrag verankert sein.

Auf Feinheiten in den Versicherungsbedingungen achten – erhöhen ohne Gesundsheitprüfung oder geht da noch mehr?

Sehr groß thematisiert wird in den verschiedenen Tests immer wieder das Thema Nachversicherungsgarantien, auch als Erhöhungsoptionen für die Berufsunfähigkeitsrente bezeichnet – sprich: Kunde möchte später mehr BU-Rente versichern ohne nochmal das gesamte Antragsprozederre zu durchlaufen. Gründe sind das wachsende Einkommen und sich vor den Auswirkungen von Kaufkraftverlust (Inflation =  steigende Kosten der Lebenshaltung) zu schützen.

Jedoch, der Teufel steckt im Detail:

  1. Eine Vielzahl von Anbietern schreibt in Ihren Bedingungen, dass Sie die BU-Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen können, nicht aber ohne erneute Risikoprüfung. Versicherer, die aktuell (02/2019) nur ohne erneute Gesundheitsprüfung in Ihren Bedingungen festlegen, sind z.B. AXA/Deutsche Ärzteversicherung, Barmenia, Basler, HDI, Nürnberger, Stuttgarter, Swiss Life und der Volkswohl Bund. Diese Anbieter können bei einer gewünschten Erhöhung fragen nach neu hinzugekommenen Freizeitaktivitäten, Ihren aktuellen Beruf und sogar nach dem derzeitigen BMI. Was kann das bedeuten. Bsp. Nürnberger: Sie versichern sich als Assistenzarzt und wollen nach bestandener Facharztprüfung den Versicherungsschutz erhöhen, sind nun aber nicht mehr Assistenzarzt mit der derzeit bestmöglichen und günstigsten Berugsgruppeneinstufung, sondern Facharzt der Chirurgie. Dieser Beruf und die verbundene Berufsgruppe betrachtet diese Versicherung als wesentlich risikoreicher (z.B. Themen mit dem Rücken oder den Händen), so dass Sie die Erhöhung zwar bekommen, aber a) wird es im Verhältnis teurer und b) in dieser Fallkonstellation können Sie statt bis zum empfohlenen 67. Lebensjahr nur bis zum 63. Lebensjahr versichern.
  2. Aktuell können Sie die Erhöhung ohne erneute Gesundheitsprüfung/Risikoprüfung bei den meisten Anbietern nur bis max. 2.500 Euro (bei einigen noch weniger!) monatlicher BU Rente durchführen. Inzwischen versichern sich viele Assistenzärzte schon in dieser Höhe, so dass bis auf wenige Anbieter, eine weitere Erhöhung nur über die Dynamik bzw. genauer gesagt Beitragsdynamik realisiert werden kann.

Der langfristig beste Weg dafür ist aber nicht derjenige über Nachversicherung/Erhöhungsoption mit oder ohne bestimmtes Ereignis (Hochzeit, Geburt eines Kindes, Gehaltserhöhung, bestandene Facharztprüfung, etc.), sondern der Weg eine Beitragsdynamik in ausreichender Höhe einzuschließen.

Beitragsdynamik in der BU-Versicherung

Bei vielen Versicherungsanbietern können Ärzte zudem von vornherein eine spezielle Dynamisierung vereinbaren. Sie dient unter anderem dem Inflationsausgleich. Der Beitrag und die abgesicherte BU-Rente erhöht sich also in regelmäßigen Schritten ganz automatisch. Für diese automatische Vertragsänderung oder -anpassung müssen Ärzte nichts tun. Es ist auch keine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich.

Wichtig ist es aber dennoch – sowohl für Ihren Schutz, als auch für Ihren Geldbeutel –  dass die versicherte Berufsunfähigkeitsrente im Verhältnis zu Einkommen angemessen ist. Ob die finanzielle Angemessenheit (noch) gegeben ist erfahren Sie bei Ihrer Versicherung oder vom Versicherungsmakler Ihres Vertrauens. Die Versicherungsunternehmen setzen zumeist einen Prozentsatz vom Bruttoeinkommen an, wobei dieser Satz ab bestimmten Einkommensgrenzen auch nochmal variieren kann (z.B. bis 70.000 Brutto Jahreseinkommen 80%, darüber hinaus 65%).

Unsinnige Infektionsschutzklausel?

Gleiches (=Marketing-Gag) gilt im Übrigen auch für die sogenannte Infektionsschutzklausel für Ärzte (Link-Lesedauer: ca. 2 Minuten). Beide oben genannte Versicherer haben eine Infektionsklausel in Ihren Bedingungen, deren Auswirkungen aber eher theoretischer Natur sind, weil das Infektionsschutzgesetz (IfSG) sowie weitere Regelungen schon Sorge tragen für umfassende finanzielle Ersatzleistungen im Falle eines Berufsverbotes des Arztes wegen einer Infektion.

Umorganisationsklausel – wichtig für niedergelassen Ärzte oder die, die eine Praxis in Betracht ziehen

Achten Sie unbedingt auf eine für Sie vorteilhafte Klausel in Bezug auf die Umorganisation für den Fall der Berufsunfähigkeit. Viele Versicherer können die Leistung versagen, wenn es theoretisch möglich wäre, eine Ersatzperson für die eigene Arzt-Praxis (Arzt im Anstellungsverhältnis) zu finden.

Arztpraxis: Stühle bleiben leer

Eine vorteilhafte Regelung ist hier der Verzicht auf die Umorganisation. Für niedergelassene Ärzte würde die Formulierung >Verzicht auf Umorganisation, wenn der Versicherte „eine akademische Ausbildung erfolgreich abgeschlossen“ hat< völlig ausreichen (Alte Leipziger, AVB 2017). Andere sehen einen Verzicht ausschließlich für freie Berufe vor, was für Ärzte ebenfalls einen guten Schutz bedeutet. Ein ungünstiger Bedingungstext für Praxisinhaber ist z.B.:

„Bei einer als niedergelassener oder freiberuflicher Arzt […] versicherten Person setzt Berufsunfähigkeit zusätzlich voraus, dass sie außerstande ist, durch zumutbare Umorganisation ihres Arbeitsplatzes oder ihres Tätigkeitsbereichs sowie durch Zuweisung betrieblich anfallender Arbeitsabläufe an Mitarbeiter, sich ein Tätigkeitsfeld zu schaffen, das mindestens 50%ige Berufsunfähigkeit ausschließt.“ (DÄV Deutsche Ärzteversicherung, AVB aus 2017 bzw. seit 12.2016)

Nicht nur, dass es sich ganz generell um eine Schlechterstellung gegenüber den beiden vorgenannten Varianten handelt, eine solche Formulierung lässt auch noch reichlich Spielraum, den die Leistungsabteilung und die Anwälte der Versicherung im Zweifel leider gerne zu nutzen wissen.

Vorerkrankungen und BU Tests: Fakten zum Thema BU-Versicherung Arzt

Beachten Sie bitte, dass es bei dieser Art von Versicherungsschutz keinerlei Chance auf Kulanz gibt und kein Kunde sollte sich hier einen Bären aufbinden lassen, von wegen „wir zahlen immer – ohne wenn und aber“, „wir haben die beste Leistungsquote“, „wir haben die geringste Prozeßquote“, usw. Abgesehen davon, das Entscheidungen im Leistungsfall immer Einzelfallentscheidungen sind (nicht wie z.B. der Blechschaden am Auto), sind die zu bezahlenden Einkommensausfälle von Ärzten bzw. die versicherten BU-Renten schlicht viel zu hoch. Es geht um zehntausende, meist hundertausende Euro. Hinzu kommt, dass Versicherungen Treuepflichten haben – gegenüber Geschädigten und(!) im gleichen Maße gegenüber Beitragszahlern. Jeder Versicherungskunde würde sich hintergangen fühlen, wenn von seinen Beiträgen Leistungen gezahlt würden ohne das die Leistungspflicht durch seinen Versicherer nicht auch genau geprüft wurde.

Direktlink zur Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt mit einfacher Gesundheitsprüfung

Bei einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte müssen Antragsteller verschiedene Gesundheitsfragen korrekt beantworten. Mit einer solchen Risikoprüfung entscheidet das Versicherungsunternehmen, ob der Arzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung erhält oder nicht. Bei bestimmten Vorerkrankungen kann auch durchaus ein Antrag abgelehnt oder zu erschwerten Konditionen angenommen bzw. angeboten werden. Der Versicherer würde dann bei der Ermittlung eines BU-Grades (50% erforderlich zum Erhalt der BU-Rente), die aus einer bereits bekannten und bestehenden Krankheit resultiert, dies nicht mit anrechnen. Eine andere Variante ist, dass der Versicherer einen sogenannten Risikozuschlag anbietet (oft z.B. bei Bluthochdruck). Die versicherte Person zahlt dann entsprechend mehr Beitrag. Die Erkrankung ist aber vollumfänglich mitversichert.

Tipp vom Versicherungsmakler für Ärzte:

Arbeiten Sie Ihre Gesundheitshistorie auf! Fragen Sie nach bei Krankenkassen, behandelnden Ärzten und Kliniken. Gesetzlich versicherte fragen am besten gleich bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung nach, um zu erfahren, was genau für sie abgerechnet wurde. Privatversicherte Ärzte sammeln die Rechnungen. Aber nicht nur, weil auch die private Krankenversicherung mit Kliniken direkt abrechnet. Hier sollte immer mindestens der Krankenhausentlassungsbericht zur Verfügung stehen.

Sie glauben, dass ist zu arg? Eine Versicherung wird Ihnen beim Antrag immer alles erstmal sehr gerne glauben. Je weniger Angaben, desto schneller ist der Antrag in einen Vertrag gewandelt. Ihr Beitrag fließt. Der Vermittler ist bezahlt. ABER: Wenn es zum Leistungsfall kommt, wird die Versicherung genau das tun, was ich Ihnen empfehle zuvor selbst in Angriff zu nehmen. Man wird penibel schauen, ob Sie im Antrag wirklich alles korrekt angegeben haben. Denken Sie immer daran, dass eine Versicherung nicht die Wohlfahrt ist und auch Sie würden als Kunde erwarten, dass man Ihre Beiträge nicht für zweifelhafte Leistungsempfänger verwendet. Geben Sie der Versicherung daher keine Möglichkeit, sich dann wenn Sie es am nötigsten haben zurückzuziehen – nur weil Sie was vergessen haben oder nicht sorgfältig genug waren.

Interessierten Ärzten wird empfohlen, eine unverbindliche Risikovoranfrage beim Versicherungsunternehmen zu stellen, falls bereits risikoerhebliche Vorerkrankungen bestehen.  Eine Ablehnung des Antrags sollte nämlich nach Möglichkeit verhindert werden, da dies in einem erneuten Antrag an ein anderes Versicherungsunternehmen angegeben werden muss. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch bei gleich mehreren Anbietern eine unverbindliche Risikovoranfrage stellen. Ihr freundlicher Versicherungsmakler oder wir übernehmen das gerne für Sie. Der Service ist kostenfrei.

Ein Vergleich der einzelnen Versicherungsanbieter ist in jedem Fall empfehlenswert. Ein BU Versicherung Test bringt Licht ins Dunkel und zeigt die Stärken und Schwächen der Unternehmen auf. Verlassen Sie sich dabei bitte nicht (nur) auf Stiftung Warentest – Finanztest (siehe BU-Test Avanti dilettanti oder BU-Test 2015: Stiftung Warentest zeigt sich berufsunfähig), Finanztip und oder gar auf die sparkassenfreundlichen Verbraucherzentralen. Sie würden sich auch keiner Herz-OP beim Pädiater unterziehen – mit dem Unterschied, dass der Pädiater Ihre Entscheidung nachvollziehen kann.

Suchen Sie sich wirkliche Profis auf dem Gebiet – also Menschen, die sich spezialisiert haben, keine reinen Verkaufsmaschinen sind (sie kennen MLP und co.) und Leute, die Versicherungsbedingungen studiert haben so wie Sie den Anatomie-Wälzer in den vorklinischen Semestern.

Wo finden Ärzte kompetente Beratung zur BU Versicherung

Die typische Gretchenfrage, die ich aber heute zu nutzen weiß in dem ich nicht nur mein eigenes Unternehmen empfehle, sondern all jene von denen ich bereits weiß, dass sie eine wirklich tolle Arbeit abliefern.

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Kosten Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt

Wie am Beginn angekündigt, werden hier auch Fragen nach dem Preis beantwortet. Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte?

Ganz wie bei jedem Einkauf legen Sie zuvor die Eckdaten fest:

  • Versicherungsdauer und Leistungsdauer (Endalter): bis zum 67. Lebensjahr
    • Mehr geht derzeit nicht, weil das Renteneintrittsalter in den ärztlichen Versorgungswerken auf 67 festgesetzt wurde,
    • Inzwischen gibt es einige Versicherer (u.a. Volkswohl Bund und LV 1871, Stand 04/2018) mit Verlängerungsoption in Versicherungs- und Leistungsdauer für den Fall, dass Sie regulär z.B. erst zum 69. Lebensjahr in Rente . Ist das sinnvoll oder nicht? Was hätten wohl Ärzte in den 90ern geantwortet, wenn man ihnen eröffnet hätte, dass sie doch nicht schon mit 65 abschlagsfrei (Abschläge sind tatsächlich sehr hoch!) in Rente gehen können?
    • Wenn Sie das Endalter auf nur 65 Jahre setzen, sparen Sie je nach Anbieter 15 – 25% Beitrag. Natürlich ist das dann nach wie vor besser als gar keinen BU Schutz zu haben. Allerdings ist diese Maßnahme in fast allen Konstellationen gleichbedeutend mit Geld sparen am falschen Ende.
  • Höhe der Berufsunfähigkeitsrente (BU-Rente): z.B. 2.500 Euro/Monat bei Assistenzärzten oder 1.000 bis 1.500 Euro/Monat bei Medizinstudenten

Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte Vergleich

Die aufgeschriebenen Kosten Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt pro Monat sind eine Momentaufnahme aus 04/2018 mit Vertragsbeginn 01.05.2018 und stellen den Beitrag dar, der sich ergibt wenn der Versicherer den Antrag ’normal annimmt‘ (heißt: keine Risikozuschläge). Der Preis muss aber eine letzte Orientierung für Ärzte sein, denn für diese besondere Berufsgruppe gibt es ohnehin eine Reihe von Anbietern, die bei sehr guten Leistungen/Bedingungswerk einen konkurrenzfähigen Preis abbilden. Zuvor müssen die Notwendigkeiten einer 100% korrekten Beantwortung der Antragsfragen, also die Themen Gesundheitshistorie und Risikovoranfrage geklärt werden.

Beitrag Assistenzarzt/-ärztin (26), 2.500 Euro BU-Rente bis 67. Lebensjahr

die Bayerische HDI Alte Leipziger Allianz LV 1871 Volkswohl Bund
Bruttobeitrag

136,24

122,53 131,06 120,37 186,90

128,23

Zahlbeitrag

83,79 91,90 102,22 97,50 100,93

85,91

Beitrag Assistenzarzt/-ärztin (26), 2.000 Euro BU-Rente bis 67. Lebensjahr

die Bayerische HDI Alte Leipziger Allianz LV 1871 Volkswohl Bund
Bruttobeitrag 109,50 98,43 105,45 96,55 149,82 103,01
Zahlbeitrag 67,34 73,82 82,25 78,21 80,90 69,02

Beitrag Medizinstudent/-in (23), 1.500 Euro BU-Rente bis 67. Lebensjahr

die Bayerische HDI Alte Leipziger Allianz LV 1871 Volkswohl Bund
Bruttobeitrag 77,69 86,01 75,69 68,10 101,04 72,60
Zahlbeitrag 47,78 64,51 59,03 55,16 54,56 48,64

Beitrag Medizinstudent/-in (23), 1.000 Euro BU-Rente bis 67. Lebensjahr

die Bayerische HDI Alte Leipziger Allianz LV 1871 Volkswohl Bund
Bruttobeitrag 52,63 58,00 51,46 45,82 67,86 49,11
Zahlbeitrag 32,37 43,50 40,13 37,11 36,64 32,90

Der Zahlbeitrag ist der Beitrag, welcher nach Vertragsbeginn vom Konto abgebucht wird. Der Bruttobeitrag (auch Tarifbeitrag genannt) ist der Beitrag bis zu dem der Zahlbeitrag steigen kann. Veränderungen des Zahlbeitrages kann es geben wenn die Überschüsse des Anbieters in dem Tarif steigen (führt zu: Senkung Zahlbeitrag) oder zurückgehen (führt zu: Steigerung des Zahlbeitrages). Der Zahlbeitrag war bei den meisten Versicherungen über viele Jahre und Jahrzehnte konstant oder annähernd konstant, weil die meisten Berufsunfähigkeitsversicherungen als seriös und sauber durchkalkuliert gelten dürfen.

Es gibt jedoch immer wieder Anbieter mit Lockangeboten, bei denen der Beitrag deutlich zu niedrig angesetzt ist. Dort ist dann natürlich Vorsicht geboten. Für Verbraucher ist es aber in aller Regel gänzlich unmöglich ist, zu erkennen wer aktuell „zu billig“ ist und wer auskömmlich und somit verbraucherfreundlich kalkuliert hat. Hier ist es ratsam einen wirklich kompetenten und erfahrenen Versicherungsmakler in BU-Fragen zu beauftragen. Diese/r wird Sie an dieser Stelle wie auch an vielen anderen kritischen Punkten kompetent und in Ihrem besten Interesse unterstützen.

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung der LV 1871 für Ärzte – Vorteile und Nachteile

Vorteile der LV 1871 BU für Ärzte

  • saubere Definition, wann BU vorliegt und wann nicht (§2 1. – 5. der oben verlinkten Bedingungen)
  • anstatt der geläufigen Formulierung Gesundheitsprüfung wird die weitergehende für Kunden vorteilhafte Formulierung Risikoprüfung (§7 1.) angewandt, inklusive der Anwendung alter Rechnungsgrundlagen –> was es mit Risiko- statt nur Gesundheitsprüfung auf sich hat, habe ich weiter oben und hier ausformuliert: Artikel Ärzte BU im ‚Versicherungsbote‘
  • die Möglichkeiten einer späteren Erhöhung der BU-Rente sind verhältnismäßig umfangreich (ebenfalls §7 1.)
  • Verlängerungsgarantie (§7 2.) bei Erhöhung Renteneintrittsalter in der gesetzlichen Rentenversicherung: Verlängerung der Versicherungsdauer ohne erneute Risikoprüfung möglich; wichtig hier für die BU für Ärzte: das gilt auch für die Anhebung des Rentenalters in Versorgungswerken; mit 12 Monaten wurde eine kundenfreundlich lange Frist für das Ziehen der Option gewählt, Wehrmutströpfchen: wenn zwischendurch schon mal ein BU-Fall eingetreten ist und man danach die Versicherung wieder aufnimmt, verfällt dieses Recht,
  • Die Bedingungen für Schüler und Studenten (§2 3. + 4.) sind für den Markt beispielgebend und unbedingt nachzuahmen, wobei die max. 3 % Beitragsdynamik einen kleinen Schatten werfen, der jedoch durch die Zukunftsgarantie (§7 3., spätere Erhöhungsmöglichkeit auf 5%) wieder eingefangen wird, wenn entsprechend gehandelt wird, sprich: Kunde und/oder Versicherungsmakler des Kunden muss aktiv werden,
  • Lebenslange Pflegerente bzw. lebenslange BU-Rente, wenn man zum Ende der Versicherungsdauer und in den 10 Jahren davor ununterbrochen pflegebedürftig war (§1 9.),
  • 50% der zuvor versicherten BU-Rente kann per ereignisabhängiger (z.B. Heirat, Kind, Gehaltssteigerung) Nachversicherung hinzuversichert werden (§7 1. c) (3)),
  • Verzicht auf Umorganisation bei Selbständigen mit weniger als fünf Mitarbeitern, weniger als 5 (Vollzeit-) Mitarbeiter trifft auf viele Arztpraxen zu – allerdings ist bei einer Arztpraxis eine Umorganisation regelmäßig ohnehin aus anderen Gründen ausgeschlossen (§2 2.).
  • BU infolge Tätigkeitsverbot (Infektionsklausel – §2 7.) wurde konsequent überführt aus dem, was eine BU normalerweise ausmacht. Die Infektionsklausel erfordert im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern (z.B. DÄV und Alte Leipziger) kein(!) vollständiges Tätigkeitsverbot, was sonst üblich ist und zum Gutteil den eigentlichen Werbegag Infektionsschutz für Ärzte ausmacht,
  • Einschluss Verkehrsdelikte (§3 2. a)), wenn ein Kunde in Folge eines Autounfalls z.B. mit überhöhter Geschwindigkeit berufsunfähig wird, muss die LV 1871 BU dennoch leisten. Dieses beliebte Hintertürchen von Versicherungen, um im BU-Fall nicht leisten zu müssen, bleibt hier fest verschlossen.

Das könnte die LV 1871 bei der BU-Versicherung für Ärzte verbessern

Verbesserungswürdig in den Bedingungen
  • Einen Punkt kann auch die LV 1871 für Medizinstudenten verbessern: die vorteilhafte Regelung, dass Medizinstudenten bei der Ermittlung einer Berufsunfähigkeit schon wie Ärzte eingestuft werden, könnte gerne auch schon früher als nach der Hälfte des Studiums greifen,
  • statt über den Umweg Zukunftgarantie, könnte man Schülern und Studenten auch gleich 5% Beitragsdynamik ermöglichen,
  • ereignisunabhängige Nachversicherung gilt leider nur nur wenn in den letzten 3 Jahren keine andere Nachversicherung gezogen wurde
  • Wartezeit von 3 Jahren für die ereignisunabhängige NV – heißt, keine Leistung aus NV, wenn innerhalb 3 Jahren BU
  • max. 250 Euro für ereignisunabhängige NV
  • NV erlöschen, wenn bereits mal geleistet wurde
  • nur bis 60% vom Brutto nachversicherbar
  • alle Punkte zu Nachversicherung erledigen sich, wenn als Medizinstudent zuvor min. 1.250 Euro BU-Rente versichert wurden und zu Assistenzarztbeginn die Möglichkeit der Verdoppelung auf 2.500 Euro via Klausel in der Zukunftsgarantie gezogen wurde oder direkt zum Assistenzarztbeginn konsequenterweise gleich die 2.500 Euro versichert werden. Darüber hinaus kann (wichtig!) wie bei den meisten Anbieter üblich ohnehin keine Nachversicherung/Erhöhungsoption gezogen werden. Danach gilt es – wie oben bereits ausgeführt die Beitragsdynamik konsequent mitzunehmen und/oder ein 2-Vertragsmodell zu wählen.
  • Regelung zur BU von Hausfrau/-mann (§2 5.) kann man besser gestalten,
  • Pflegebedürftigkeit liegt derzeit erst ab 3 ADL (ADL= activities of daily living) vor,
  • Bedingungen zur Beitragsstundung gibt es ebenfalls besser am Markt

Wie es bei der LV 1871 BU in den Dingen ausschaut, die man als Kunde sonst nicht sehen kann

Die Antrags- und Risikovorabprüfung gehört zu den sogenannten weichen, vom Kunden nicht wahrnehmbaren Faktoren, weil es wenige bis keine Berührungspunkte gibt. Daher sollte in der Frage auf die Erfahrungen spezialisierter Versicherungsmakler zurückgegriffen werden. Die Reaktionen der LV 1871 der der Risikovorabprüfung sind beinahe immer geprägt von hoher Nachvollziehbarkeit (sehr wichtig für uns Makler, weil man es insbesonder den Arzt-Kunden gerne schlüssig erklären können möchte), Fairness und medizinischer Fachkompetenz. Zudem ist die Kommunikation meist unkompliziert und schnell.
Mit dem Tool Quickrisk (Link) stellt LV 1871 ein nützliches Tool für Makler und Kunden frei zur Verfügung. Es ist kein anderer Versicherer bekannt, welcher sich in der Frage so weit in die Karten schauen lässt.

Was noch auffällt

  • Die schon länger existierende Aktion der LV 1871 mit vereinfachten Gesundheitsfragen für junge Interessenten bis zum 35. Lebensjahr schafft in einigen Fällen einen leichteren Zugang für Ärzte und Medizinstudenten.
  • Beim Assistenzarzt/ärztin bzw. Arzt wird nach Assistenzarzt/-ärztin (Chirurgie) bzw. Arzt/Ärztin (Chirurgie) und allen anderen ärztlichen Fachgebieten unterschieden. Mehrbeitrag für Fachgebiet Chirurgie beträgt 21,2%.
  • Raucher zahlen mehr als Nichtraucher – was in der Risikolebensversicherung schon immer einen großen Unterschied macht, ist in der BU-Versicherung eher selten ein Kriterium.
    Der Beitrag fällt geringer aus für Kunden mit Kindern, wenn man verheiratet ist.
  • Viele Makler und Kunden haben sich an dem hohen Brutto-/Nettospread (= Abstand zwischen Zahlbeitrag und Brutto-/Tarifbeitrag) aufgerieben, der aber im Gegensatz zum Spread anderer Anbieter gut begründet ist und keine kundenschädigende Annahmepolitik betrieben wird. Gerüchteweise wird der Spread in naher Zukunft noch deutlich reduziert, so dass diese Bedenken in den Hintergrund treten werden.
  • Die LV 1871 ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Wikipedia-Link für Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG), Kunden stehen grundsätzlich für andere Kunden ein bei Versicherungen und dabei verbleiben die Überschüsse in der Versichertengemeinschaft (im Unterschied zur Gesellschaftsform AG = Aktiengesellschaft, wo Überschüsse von Aktionären vereinnahmt werden).

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