Die Privathaftpflichtversicherung

Die Zusammenfassung am Anfang

  • Günstige Tarife ohne Selbstbehalt gibt es für Singles schon ab 27,44 pro Jahr.
  • Familien erhalten den wichtigen Schutz ab 36,41 pro Jahr ohne Selbstbehalt.
  • Mit Selbstbehalt ab 23,80/Jahr.
  • Sparen macht natürlich erst einmal Sinn, jedoch, es ist immer gut es an der richtigen Stelle zu tun: leistungsstarke Tarife bewahren Sie vor Ärger im Schadenfall.
  • Wählen Sie min. 5 Mio Euro als Deckungssumme (besser sind 10 Millionen oder mehr, um der stetigen Erhöhung der Schadenssummen entgegen zu wirken). Die Preisunterschiede bezüglich der Deckungssumme sind gering und wenn es doch einmal richtig kracht, vermeiden Sie Diskussionen.
  • Bis zu 30% günstiger als Normalprämie bei gleicher Leistung – mit Maklersondertarifen. Diese sind nicht immer im öffentlich zugänglichen Vergleichsrechner verfügbar, weil die Versicherungen Ihren eigenen Agenturen das Geschäft nicht zusätzlich erschweren wollen, indem Tarife beim freien Makler für jeden sichtbar günstiger angeboten werden.

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Eine private Haftpflichtversicherung (PHV) braucht jeder. Die Privathaftpflichtversicherung ist die wichtigste freiwillige Versicherung überhaupt. Ohne eine Privathaftpflichtversicherung können Kleinigkeiten in den finanziellen Ruin führen. Auch als Fußgänger oder Fahrradfahrer können Sie einen Unfall verursachen, der immensen Schaden arichtet. Nach § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) ist jeder, der einem Dritten einen Schaden zufügt zu Schadensersatz verpflichtet. Schäden können sein Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden im privaten Bereich. Gleichzeitig ist eine Privathaftpflichtversicherung eine Art Rechtsschutzversicherun, denn sie über nicht nur die Schadensregulierung sondern auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche.

Vergleichsrechner Privathaftpflicht

Wenn ein Mensch einer anderen Person versehentlich einen Schaden zufügt, ist dieser für alle daraus resultierenden Kosten zur Verantwortung zu ziehen. Leider sind diese Kosten für Privatpersonen häufig kaum finanziell zu tragen. Damit Sie in einer solchen Situation in keine finanzielle Notlage geraten, sollten Sie den Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung in Erwägung ziehen. Beachten Sie jedoch, dass eine solche Versicherung bestimmte Schadensfälle ausschließt, für die Sie einen gesonderten Vertrag abschließen müssen, wie beispielsweise eine KFZ-Versicherung.

Eine Privathaftpflichtversicherung kann sich insbesondere in den zur Verfügung stehenden Einschlüssen von anderen privaten Haftpflichtversicherungen unterscheiden. Beispielsweise kann eine Privathaftpflichtversicherung andere Zusatzversicherungen ergänzen oder sogar vollständig enthalten. So kann der Versicherungsnehmer zwischen Tarifen wählen, die, sofern enthalten, die Bauherrnhaftpflicht oder Bestandteile der Gewässerschadenshaftpflichtversicherung beinhalten. In diesem Sinne steht dem Versicherungsnehmer die Möglichkeit offen, einen Tarif zu wählen, der seinen persönlichen Ansprüchen an eine optimal und individuell auf ihn abgestimmte private Haftpflichtversicherung genügt.

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Praxistipps

Pflicht für Besitzer von Tanks ist eine Gewässerschadenhaftpflicht.

Kleine Anekdoten:
„Der Tank war längst voll. Doch das merkte niemand. Tankanzeige und Entlüftung waren defekt. 8 000 Liter Heizöl liefen in den Innenhof einer Wohnanlage in Wuppertal. Ein Teil versickerte, ein anderer Teil floss in den Regenwasserkanal und von da in die Wupper. Schaden am Ende: gut 300 000 Euro.
Ganz ähnlich ein Fall in Saarbrücken: Beim Betanken brach in einem neuen Einfamilienhaus das Rohr, durch das Heizöl in den Tank fließen sollte. 600 Liter liefen aus, bis der Tankwagenfahrer das Leck bemerkte und das Öl stoppte.

Oft haftet in solchen Fällen der Grundstückseigentümer. Wenn keinem Handwerker oder Öllieferanten ein Verschulden an der Ölpest nachzuweisen ist, steht er allein für den ganzen Schaden gerade. Nach den Regeln im Wasserhaushaltsgesetz haftet er sogar, wenn ihn über-haupt kein Verschulden an der Ölpest trifft.“
(Stiftung Warentest – Finanztest, Ausgabe 07/2015)

Oft ist die Gewässerschadenhaftpflicht schon in der Privathaftpflichtversicherung eingeschlossen sofern Sie eine neuere Police haben und Schutz mitversichert haben. Wenn Sie es zusätzlich versichern wollen, finden Sie hier einen Leistungs- und Preisvergleich für die separate Gewässerschadenhaftpflichtversicherung. Auf Wunsch können Sie Ihre Police auch auf diesen und/oder weitere Einschlüsse von uns überprüfen lassen.Wenn Sie selbst prüfen wollen, achten Sie bitte unbedingt auch auf die Begrenzung bei der Größe des Heizöltanks und auf ausreichende Deckungssummen. Viele ältere und nicht aktualisierte Verträge haben zu geringe Deckungssummen. Wir halten 3 Millionen Euro als Deckungssumme für das absolute Minimum bei der Gewässerschadenhaftpflicht.
Empfehlenswerte Tarife (u.a. mit Einschluss der Gewässerschadenhaftpflicht) sind:

  • Interrisk im Tarif XXL,
  • Haftpflichtkasse Darmstadt im Tarif Einfach Komplett sowie
  • Helvetia in den Tarifen Komfort Familie und Baustein Plus

Sollte man in der Privathaftpflicht einen Selbstbehalt/eine Selbstbeteiligung einbauen?

Generell ist es in der Privathaftpflicht eher sinnvoll einen Selbstbehalt einzurichten und gleichzeitig bedingungsgemäß bestmöglich versichert zu sein. Natürlich hängt das im Einzelfall von der jeweiligen Beitragsreduktion ab und davon, ob der betreffende Privathaftpflichtversicherer überhaupt einen Selbstbehalt anbietet.

Es gibt 2 Effekte:

  1. Der Versicherungsfall, den wir im Vorfeld natürlich nicht kennen können, ist mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit abgesichert. Das ist v.a. bei den großen, existenzbedrohenden Schäden von Bedeutung, weil der Versicherer mit bestmöglichen Bedingungen die geringsten Möglichkeiten hat leistungsfrei oder leistungsgemindert (z.B. wegen Sublimits und Leistungsausschlüssen) aus dem Fall heraus zu gehen.
  2. Gleichzeitig ermöglicht ein Selbstbehalt deutliche Einsparungen im Beitrag. Einen Selbstbehalt von 100 oder 200 Euro kann bei vielen tausend Euro Schaden leicht verkraftet werden, ein Kürzung der Leistung um 20% oder eine Limitierung auf max. 10.000 in einem Teilbereich kann hingegen sehr einscheidende Wirkung entfalten. Zum Hintergrund der niedrigeren Beiträge: Die Versicherer sparen sich die Bearbeitung vieler Kleinstschäden, die gelegentlich ohnehin zweifelhaft sind (es gibt tatsächlich Menschen, die sich jedes Jahr den Beitrag „zurückholen“ wollen) und recht hohe Kosten verursachen.

Gutes Beispiel für 2. ist der Komplett-Tarif von Haftpflichtkasse, welcher mit Selbstbehalt von 125 Euro/Fall im Familientarif schlanke 63,-/Jahr kostet, aber ohne Selbstbehalt ganze 40,- mehr. Mit anderen Worten, man ist finanziell schon besser gestellt, wenn alle 4 Jahre ein Schadensfall auftritt. In der Praxis sind in meinem Kundenkreis Privathaftpflichtfälle zum Glück noch deutlich seltener. Davon abgesehen stellt sich immer auch die Frage, ob Kunden bei einem Kleinstschaden von 30 oder 50 Euro nicht einfach direkt selbst die Summe begleichen und so den zeitlichen Aufwand der Schadensmeldung umgehen.